Dr. Heinrich Lenk

Die Saga von Hrafnkell Freysgoði.
(Sagan af Hrafnkeli Freysgoða)

Prolog und Inhaltsverzeichnis.

 

Hrafnkelsdalr das Herrschaftsgebiet des Goden Hrafnkell Freysgodi

Hrafnkelsdalr
das Herrschaftsgebiet des Goden Hrafnkell Freysgoði.

Prolog.

 

Die Saga von Hrafnkell Freysgoði ist gegenüber anderen sicher eine kurze Saga, aber trotzdem gehört sie zu den bedeutendsten der Isländersagas und kann sich durchaus mit so berühmten Werken wie der Njáls saga oder der Grettis saga messen.

Anhand der biographischen Entwicklung von Hrafnkell werden in der Saga Ereignisse geschildert, die sich im 10. Jhdt. im Osten Islands zugetragen haben sollen und vermittelt damit einen tiefen Einblick in das Leben und besonders in das Rechtssystem Islands zur damaligen Zeit.

Der hier eingetellte Text ist die Übersetzung der Saga von Dr. Heinrich Lenk, der die Saga 1883 erstmalig ins Deutsche übersetzte. Die alte Schreibweise wurde beibehalten, um die Charakteristik des Werkes und die vom Autor angestrebte genaue Übersetzung des isländischen Textes in seinem Sinne zu erhalten, denn in seinem Vorwort schreibt er:

Bezüglich der Orthographie der isländischen Eigennamen (Orts- und Personennamen) habe ich nach reiflicher Ueberlegung gegen die von den meisten meiner Vorgänger in Anwendung gebrachte danisierende oder verdeutschende Schreibweise entschieden Front gemacht und dieselben in der unveränderten Originalform auch in der Üebersetzung beibehalten, mit der einzigen Ausnahme, dass die Rune Þ (thorn) der Gleichmässigkeit der Schrift halber durch Th wiedergegeben wurde, während ð in dieser Form unverändert blieb.

Die kurze Einführung in die isländische Sagaliteratur, welche den ersten Abschnitt der vorliegenden Saga bildet, hat nur den Zweck, dem mit der Sagaliteratur völlig unbekannten Leser die nothwendigste Bekanntschaft mit derselben zu vermitteln und versucht daher, in Kürze die Eigenart dieser merkwürdigen Literaturgattung zu charakterisieren; selbstverständlich kann dieselbe weder auf strenge Wissenschaftlichkeit, noch auf — auch nur theilweise — Vollständigkeit des Mitgetheilten, sondern einzig und allein auf Richtigkeit der gemachten Angaben nach den neuen Forschungen hierüber den Anspruch erheben. Die Einleitung in die Saga selbst möchte nur dasjenige vorangeschickt wissen; was zur Orientierung über dieselbe im ganzen für weitere Ereignissse erforderlich schien.

Sachliche Erklärungen sind in den Erläuterungen gegeben. Manchem wird darin vielleicht des Guten zuviel erscheinen. Dagegen erlaube ich mir zu bemerken, dass es mein Bestreben war, das innere und äussere Leben des isländischen Freistaates damaliger Zeit, soweit nur die vorliegende Saga Gelegenheit hiezu bot, nach allen Richtungen zur Anschauung zu bringen, um das Interesse für das nordische Land der Wunder und Sagen nach Möglichkeit zu fördern.

Die von Dr. Lenk erwähnten und von ihm seinem Werk hinzugefügten, zahlreichen und mitunter sehr umfangreichen Erläuterungen sind natürlich hier ebenfalls mit eingestellt, denn sie vermitteln umfassende Hintergründe zu den Ereignssen der Saga und dem damaligen Leben in Island.

Bei den grünen Wörtern öffnet sich bei Mouse-over einTextfeld mit der entsprechenden Erläuterung.

Einige Erklärungen sind jedoch so umfangreich, dass sie auf einer gesonderten Seite eingestellt wurden. Die betreffenden Stellen sind als roter Link gekennzeichnet und führen zu der entsprechenden Seite. Zusätzlich sind diese Seiten auch im Inhaltsverzeichnis nochmal aufgeführt, so dass sie bei Bedarf auch direkt aufgerufen werden können.

 


Inhaltsverzeichnis:



 

Quelle:
Dr. Heinrich Lenk: Die Saga von Hrafnkell Freysgoði. - Sagan af Hrafnkeli Freysgoða (1883).

 

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