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Plündernde Wikinger in Oxford
Plündernde Wikinger in Oxford

Es war eine grausige Überraschung, als vor einigen Jahren 37 brutal ermordete Wikinger auf dem Gelände des St. John's College in Oxford gefunden wurden. Zunächst glaubten die Ausgräber, es handele sich um Opfer des St. Brice Day Massacre am 13. November des Jahres 1002, als die Einwohner Oxfords alle ansässigen Dänen in der Kirche verbrannten. Doch nun haben Forscher um den Archäologen Mark Pollard im Oxford Journal of Archaeology ihre neuesten Untersuchungen veröffentlicht. Demnach waren die Toten keine ansässigen Dänen, sondern umherziehende plündernde Wikinger - an denen sich die Oxforder gräßlich rächten.
Es muss eine harte Truppe gewesen sein: Die Toten waren erst zwischen 16 und 25 Jahre alt und ungewöhnlich groß. Die meisten hatten mehrere schwere Stichverletzungen - sie wurden regelrecht abgeschlachtet. Eine Strontiumisotopenanalyse ergab, dass die Toten aus ganz unterschiedlichen Regionen Skandinaviens kamen. Diese bunte Mischung spricht dagegen, dass die Skandinavier eine homogene Gruppe dänischer Siedler waren - wie sie am St. Brice Days ermordet wurden.

Die Werte glichen viel eher denen von skandinavischen Plünderern aus einem Grab in Weymouth Ridge, Dorset. Die nordischen Hünen waren also wohl ein zusammengewürfelter Haufen professioneller Haudegen.

Quelle: www.spiegel.de - archaeologie

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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