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Mode in der Eisenzeit
Mode in der Eisenzeit

Moorleichen verraten die Modetrends der Eisenzeit - Umhänge aus Lammfell waren der Renner. Schon die Vorfahren der Wikinger liebten farbenfrohe, prächtige Kleidung.

Zu Beginn der Eisenzeit gab es in Skandinavien eine Revolution - in der Mode. Von gedämpften Naturtönen wandelten sich die Textiliendesigns zu bunten Farben und Mustern. Ulla Mannering vom Danish National Research Center for Textile Research hat 180 Kleidungsstücke von 26 Moorleichen untersucht, und konnte diesen Wandel beschreiben. Die bunten Kleidungsstücke der Moorleichen zeigen auch, dass die Moorleichen keine Verbrecher oder armen Leute waren - sondern vornehme Menschen, die sich nach der neuesten Mode kleideten.

Von besonderem Interesse war für Mannering die Frau von Huldremose, die im Jahr 1879 in einem jütländischen Moor gefunden wurde. Ihre Kleidung war außergewöhnlich: Alleine in einem ihrer beiden Umhänge waren die Felle von 14 Lämmern verarbeitet. Die Stoffe waren bunt gefärbt, vor allem in Rottönen. "Wir wissen nicht, wie sie gestorben ist", sagt die Archäologin, "aber ihre farbenfrohe Kleidung verrät ihren hohen sozialen Rang." Außer rot konnten die eisenzeitlichen Textildesigner Stoffe in den Farben gelb, blau und rot färben. Aus der vorangehenden Bronzezeit sind keine farbigen Textilien bekannt.


Quelle: www.spiegel.de-wissenschaft

.. sich erinnern heißt nicht Asche streuen, sondern das Feuer weitergeben ..

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