Josef Calasanz Poestion

Die Saga von Fridthjof dem Starken.
(Friðþjófs saga hins frœkna)

2. Theil

 

Drittes Kapitel

Fridthjof beim Schachspiel

 

Ring hat ein König geheissen, der herrschte über Ringarik; das war gleichfalls in Norwegen. Er war ein mächtiger ProvinzkönigProvinzkönig oder Fylkiskönig im Gegensatz gegen einen König über ein ganzes Volk, dem die anderen tributpflichtig sind., von vortrefflichen Eigenschaften und bereits höherem Alter. Er sagte zu seinen Mannen: „Ich habe in Erfahrung gebracht, dass König Bele's Söhne die Freundschaft mit Fridthjof abgebrochen haben, der der ausgezeichnetste von allen Männern ist. Ich will nun Leute zu den Königen senden und ihnen die Wahl bieten, dass sie sich mir unterwerfen und mir Tribut zahlen, sonst werde ich ein Heer gegen sie absenden; und es wird leicht sein, überlegen zu werden; denn sie haben gegen mich weder Hilfsmannschaft noch Klugheit; doch würde es bei meinem hohen Alter ein grosser Ruhm für mich sein, sie zu übermächtigen.“

Hierauf gingen Gesandte des Königs Ring ab und trafen die Brüder, Helge und Halfdan, in Sogn und sprachen also: „König Ring sendet Euch die Botschaft, dass Ihr ihm Tribut schicken sollt, sonst würde er Euer Reich mit Krieg überziehen.“

Sie entgegneten, dass sie in der Jugend das nicht lernen möchten, was sie im Alter nicht kennen lernen wollten: ihm schmachvoll zu dienen; „es soll sich nun alle Mannschaft sammeln, die wir bekommen können.“ Und so ward gethan.

Als ihnen aber ihre Mannschaft wenig zahlreich zu werden schien, schickten sie Hilding, seinen Erzieher, zu Fridthjof, und er sollte ihn bitten, den Königen zu Hilfe zu kommen.

Fridthjof sass beim SchachspielDas Schachspiel oder doch ein ihm nahe verwandtes Brettspiel, Hnefatafl genannt, war früh im Norden bekannt und beliebt. Es wurde namentlich auf Island mit grosser Meisterschaft gespielt. als Hilding kam. Dieser sprach so: „Unsere Könige senden Dir Gruss und möchten Deine Hilfsleistung haben zum Kriege gegen König Ring, der mit Uebermuth und Unbilligkeit gegen ihr Reich ziehen will.“

Fridthjof antwortete ihm mit keinem WorteDie alten Nordmannen waren überhaupt keine Freunde des Vielredens. Dies lag aber keineswegs an einer etwaigen Unfähigkeit, seine Gedanken auszudrücken. Sie verstanden vielmehr recht wohl zu sprechen, wenn es die Umstände heischte. Häufig erscheint uns diese Redekürze beabsichtigt. Zu dieser Annahme führt das so oftmalige Erwähnen von Wortkargheit, Schweigsamkeit und Zurückhalten der Meinung, die durch Vorsicht, Trauer oder Zorn geboten sind und meist mit stereotypen Wendungen gegeben werden. Beispiele von der Kürze des Gespräches finden sich in unserer Saga zahlreich vor, z. B. das, zwischen Ingebjörg und Fridthjof bei dem Gastgebote, welches dieser den Königen gab. und sagte zu Björn, mit dem er spielte: „Dort ist eine ungedeckte Stelle, mein Bruder: doch brauchst Du Dich darum nicht zu kümmern; ich will lieber den rothen Stein angreifen und wissen ob er gedeckt ist.“

Hilding sprach da wiederum: „So gebot König Helge, Dir, Fridthjof, zu sagen, Du sollest theilnehmen an diesem Heerzuge, oder Du würdest Dir ein schlimmes Loos bereiten, wenn sie zurück kämen.“

Björn sagte da: „Zwischen zweien ist dort die Wahl, mein Bruder, und zwei Wege gibt es zu spielen.“

Fridthjof sagt: „Da wird es Rathes sein, zuerst den König anzugreifen, und wird dann die Wahl nicht schwierig sein.“

Einen anderen Bescheid erhielt Hilding nicht auf seine Botschaft. Er reiste sogleich zurück zu den Königen und sagte ihnen die Antwort Fridthjofs. Sie frugen Hilding, welche Deutung er diesen Worten gäbe? Hilding sagt: „Da, wo er von der ungedeckten Stelle sprach, wird er Aufschub dieser Heerfahrt mit Euch im Sinne haben; aber dort, wo er sagte, er werde den rothen Stein angreifen, da wird Ingebjörg, Eure Schwester gemeint sein. Hütet sie also ja gut! Als ich ihm aber ein hartes Loos durch Euch verhiess, das beurtheilte Björn als Wahl zwischen zweien. Als aber Fridhjof sagte, dass zuerst der König angegriffen werden müsse, da meinte er den König Ring.“

Hierauf rüsteten sich die Könige zum Kriege und liessen vorher Ingebjörg und acht Frauen mit ihr nach Baldershagen bringen. Sie sagten, Fridthjof werde nicht so verwegen sein, dass er dorthin kommen würde. „Denn Keiner ist so kühn, dort einen Frevel zu begehenMan erinnere sich, dass wegen der Heiligkeit des Ortes auch der Verkehr der Geschlechter verboten war.

Die Brüder fuhren südlich nach JaderJader ist wohl das heutige Stavanger, zum Stift Christiansund gehörig. und trafen mit König Ring im Soknarsunde zusammen. Darüber war König Ring am meisten erzürnt, dass die Brüder gesagt hatten, es erscheine ihnen schimpflich, sich mit einem Manne zu schlagen, der so altWurde dem Alter auch der Ruf der Weisheit und daher ein mitunter grosser Einfluss auf die Umgebung eingeräumt, so stand dasselbe doch nicht in besonderem Ansehen, weil es thaten- und freudlos war. Daher kam es nicht selten vor, dass sich Greise dem Siechthum des Alters und dem ruhigen »Strohtode« durch freiwillige Tödtung entzogen, oder auch von den Angehörigen dem Tode übergeben wurden, wobei sich die Betroffenen ohne viel Sträubens in die Verfügung ergaben. Oft kam es auch vor, dass Männer beim Herannahen des Todes sich mit dem Speere ritzten, um den »Speertod« zu sterben. sei, dass er nur mittelst einer Stütze auf den Rücken des Pferdes käme.

 

Viertes Kapitel

Glück und Gelöbniss in Baldershagen

 

Als die Könige fort waren, zog Fridthjof seine Staatskleider an und nahm den guten Goldring zu sich. Dann gingen die Pflegebrüder zur See und stiessen Ellide ab. — Björn sagte: „Wohin soll nun gehalten werden, mein Bruder?“

Fridthjof sagt: „Nach Baldershagen, um sich mit Ingebjörg zu vergnügen.“

Björn sprach: „Das soll man nicht thun, die Götter gegen sich aufbringen.“

Fridthjof sagte: „Man soll es dort nun wagen; auch achte ich die Huld Ingebjörgs mehr, als den Zorn Balders.“

Hierauf ruderten sie über den Meerbusen und gingen hinauf nach Baldershagen und in das Zimmer Ingebjörgs. Sie sass dort mit acht Jungfrauen; sie waren auch acht. Aber als sie dahin kamen, da war dort Alles mit feiner Leinwand und kostbaren GewebenMan pflegte im alten Norden namentlich bei festlichen Gelegenheiten, in sehr reichen Häusern wohl auch sonst, die Wände mit Teppichen, »Umhängen« (tjóld, reflir) zu schmücken, welche gewöhnlich dunkelblau waren (bladragning), bei Reicheren aber aus köstlichem Stoffe mit eingestickten Schildereien bestunden. Die kunstreiche Hand der Frauen machte die alten Geschichten ihres Hauses und Volkes lebendig und erregte durch den Anblick der Heldengestalten den Thatendurst ihrer Männer.
Mehr als ein Dichter stimmte ein Gedicht an über die Bilder dieser Teppiche. Nach Einführung des Christenthums verdrängten die heiligen Geschichten die heimischen Sagen auch von den Wänden, und seltsam blickten die biblischen Bilder in das halbheidnische Leben hinein. Bis in neuerer Zeit schmückte in Schweden am Weihnachtsabende jede vermögliche Bauersfrau das Zimmer mit alten Behängen, auf denen die Geburt des Heilandes dargestellt war. Auf Island sind diese Wandtapeten gleichfalls erhalten. Auch der Boden wurde häufig mit Tüchern belegt.
überkleidet. Ingebjörg stund da auf und sprach: „Warum bist Du so verwegen, Fridlhjof, dass Du ohne Erlaubniss meiner Brüder hiehergekommen bist und die Götter also gegen Dich erzürnst?“

Fridthjof sagt: „Wie es auch sein mag, so schätze ich Deine Liebe höher als den Zorn der Götter.“

Ingebjörg antwortete: „Du sollst hier willkommen sein und alle Deine Mannen!“

Hierauf gab sie ihm Platz, bei ihr zu sitzen und trank ihm den besten Wein zu, und sie sassen so und ergötzten sich. Da sah Ingebjörg den guten Ring an seiner Hand und fragt, ob er das Kleinod als Eigenthum besitze. Fridthjof sagte, er habe es als Eigenthum. Sie lobte den Ring sehr.

Fridthjof sprach: „Ich will Dir den Ring geben, wenn Du verheissest, ihn nicht abhanden kommen zu lassen, und mir zu senden, wenn Du ihn nicht mehr haben willst; und hiermit wollen wir uns gegenseitig Treue geloben.“

Mit diesem Treugelöbnis tauschten sie die Ringe.

Fridthjof war oft Nächte hindurch in Baldershagen und kam während dieser Zeit jeden Tag dahin und vergnügte sich mit Ingebjörg.

 

Fünftes Kapitel

Die Rache der Könige

 

Nun ist von den Brüdern zu sagen, dass sie mit König Ring zusammen trafen und derselbe mehr Truppen hatte. Da gingen Männer hin und her und bemühten sich um einen Vergleich, dass kein Unfriede würde. König Ring sagte, dass er dies unter der Bedingung wolle, dass die Könige unter seine Gewalt gingen und ihm Ingebjörg die Schöne, ihre Schwester, zur Ehe gäben mit dem Drittel ihres ganzen Eigenthums. Die Könige stimmten diesem bei, denn sie sahen, dass sie es mit einer grossen Uebermacht zu thun hatten. Es wurde über diesen Vertrag eine bestimmte Verabredung getroffen, und sollte der BrautlaufBrautlauf nannte man die Heimführung der Braut, welche bisweilen wenige Tage, gewöhnlich aber (innerhalb zwölf Monate) nach einem längeren Zwischenräume auf die Verlobung erfolgte. Einen Hauptbestandtheil der altnordischen Hochzeitsfeier bildete das Gastgebot oder das Trinken, weshalb »seine Hochzeit halten« ausgedrückt wird durch »seinen Brautlauf trinken« und die Hochzeit kurzweg Bewirthung oder Heiratbier heisst. Meistens wurden die Hochzeiten im Herbste abgehalten. in Sogn stattfinden, wenn König Ring seine Braut holen käme. Die Brüder zogen heim mit ihrer Mannschaft und waren damit auf das übelste zufrieden.

Als es Fridthjof zu erwarten dünkte, dass die Brüder heimkämen, sagte er zur Königstochter: „Wohl und lieblich habt Ihr uns aufgenommen. Bonde Balder erzürnte nicht über uns; wenn Ihr aber erfahret, dass Eure Könige heimkommen, so breitet Eure Linnen aus auf dem DisensaaleDisensaal oder Disasaal; der Saal der (Schicksals-) Göttin Dis; gewöhnlich pl. Disen, Göttinnen; häufig wurde wegen der vorzüglichen Verehrung der Dis der Göttersaal überhaupt Disen-, Disarsaal genannt., denn dieser ist der höchste hier im Gute; wir werden es von unserem Hofe aus sehen.“

Die Königstochter spricht: „Nicht habt Ihr dies nach dem Beispiele anderer Männer gethan, allein in Wahrheit müssen wir uns unserer Freunde freuen, wenn Ihr kommt.“

Hierauf fuhr Fridthjof heim und den nächsten Morgen darauf ging er zeitig aus und sprach so, als er nach Hause kam, und sangDieses »Singen« darf nicht im musikalischen Sinne genommen werden; es soll das »Sagen« dichterischer Weisen im Gegensatze zur prosaischen Rede bezeichnen; denn die altnordischen Gedichte wurden gesagt, nicht gesungen, und zwar im strengen Wortsinne; von dem halb singenden, halb sprechenden Vortrage der epischen Dichtungen in Deutschland findet sich keine Andeutung.
»Musikalische Begleitung hätte das Verständnis der schwierigen durcheinander gebauten Verse ganz unmöglich gemacht, und die Tonsetzung hätte eine ganz disharmonische Richtung nehmen müssen. Doch ist dem keineswegs immer so gewesen. Als die alte einfache Volkspoesie noch herrschte, begleitete auch Harfenspiel das Wort, das mehr gesungen als gesprochen ward; die eddischen Lieder aus der Heldensage, sowie die epischen unter der Göttersage hatten Weisen, welche sich sogar abgesondert von den Worten verbreiteten und erhielten; die Gunnars- und die Gudrunmelodien waren berühmt.« K. Weinhold, Altnordisches Leben.
:

„Unseren Mannen

Melden werd' ich.

Ein Ende fanden

Die Fahrten der Liebe.

Nicht sollen die Kämpen

Mehr kommen zu Schiffe,

Denn auf der Bleiche

Erblick ich die Linnen.“

Da gingen sie hinaus und sahen, dass der ganze Disensaal mit gebleichter Leinwand bedeckt war. Björn sagte da: „Jetzt werden die Könige heimgekommen sein, und wir werden nur kurze Zeit haben, ruhig zu sitzen, und es dünkt mir Rathes, Streitkraft zu sammeln.“

Und so geschah es. Es zog eine Menge Mannachaft zu ihnen.

Die Bruder erfuhren bald um das Vorhaben derer und Fridthjofs, und ebenso seine Truppenstärke. Da sagte König Helge: „Wunder dünkt es mir, dass Balder dem Fridthjof jede Schmach hingehen lassen soll; man soll nun Männer zu ihm senden und in Erfahrung bringen, welche Sühne er uns bieten will; sonst soll er auswandern aus dem Lande, denn ich sehe nicht, dass wir stark genug sind mit ihnen zu kämpfen.“

Pflegevater Hilding und mit ihm Freunde des Fridthjof brachten die Botschaft der Könige zu Fridthjof. Sie sagten so: „Das wollen die Könige zur Busse von Dir, Fridthjof, dass Du den Tribut holest von den OrkneyenDie orkadischen Inseln, zu denen auch das später genannte Effia (wahrscheinlich das heutige Mainland oder Pomona) gehört. Diese Inseln werden in den Sagas oft genannt. Auch eine »Orkneyingasaga« gibt es, welche von der Besitznahme der Orkaden durch die Norweger an die Thaten der Jarle bis zu Ende des 12. Jahrhunderts erzählt., welcher nicht gezahlt worden ist, seitdem Bele starb; denn sie brauchen Geld, da sie Ingebjörg, ihre Schwester, verehelichen mit viel fahrender Habe.“

Fridthjof sagt: „Dies allein ist der Grund eines Friedensschlusses zwischen uns, dabei zu ehren unsere heimgegangenen Väter. Aber die Brüder werden uns keine Treue bezeugen. Ich will das zur Bedingung machen, dass all' unser Eigenthum befriedet sei, so lange ich fort bin.“

Dieses ward versprochen und mit Eiden bekräftigt.

Nun trat Fridthjof seine Fahrt an, und wählte sich Männer von Tapferkeit und sämmtlich hilfsbereit zur Begleitung. Sie waren zusammen achtzehn. Sie fragten den Fridthjof, seine Mannen, ob er nicht vorher zu König Helge fahren und sich mit ihm versöhnen wolle und Abbitte leisten wegen Balders Zorn. Fridthjof sagt: „Das will ich hoch geloben, dass ich König Helge nicht um Frieden bitten werde.“

Hierauf bestieg er Ellide und sie steuerten hinaus längs des Meerbusens von Sogn.

Als aber Fridthjof von Hause weggefahren war, sagte König Halfdan zu Helge, seinem Bruder: „Es würde die Regierung kräftigen, wenn Fridthjof ein Entgelt für sein Verbrechen erhielte. Wir wollen sein Gut verbrennenBrandlegungen begegnen in den isländischen Sagas ziemlich häufig. Die Brandlegung lag als Kampfmanöver oder Feindeswerk bei den aus Holz gebauten Häusern sehr nahe. In beiden Fällen wurde öfters dabei geraubt. Am bekanntesten ist die Brandlegung in der Njála., ihm und seinen Mannen aber Sturm bereiten, dass sie nie wieder aufkommen sollen.“

Helge sagte, man solle dies thun. Hierauf brannten sie das ganze Gehöft auf Framnäs nieder und raubten alles Gut. Dann sandten sie nach zwei Zauberweibern, Heide und Hamglame, und gaben ihnen Geld, dass sie ein so schweres Wetter über Fridthjof und seine Mannen schickten, dass sie alle im Meere umkommen. Diese bereiteten einen Zauber und stiegen auf ihre Bühne mit magischen Künsten und ZauberliedernDas Geschäft des Zauberns lag vorzüglich, wenn auch nicht ausschliesslich, in den Händen von Weibern. Die Mittel des Zauberers waren Seidr und Galder; alle Gebräuche der Zauberer führten sich auf diese beiden Arten zurück. Die Seidr sind zauberische Handlungen, die Galder sind Besprechungen in Zaubergesängen und geheimnisvollen, zauberkräftigen Wörtern.Beide Arten waren miteinander verbunden.
Die Bühne der Zauberinnen oder das Zaubergestell wurde bestiegen, damit die Handelnden das Meer, wo ihre Zaubereien wirksam sein sollten, übersehen könnten
Das Zauberwetter, Unwetter spielt in den Sagas eine grosse Rolle. Wir lesen mehrfach wie zauberkundige Personen in ihrem Interesse oder in dem Anderer zur Vernichtung eines Gegners schädigende Witterung heraufbeschwören.
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Quelle:
Josef Calasanz Poestion: Die Saga von Fridthjof dem Starken - Friðþjófs saga hins frœkna (1879).

 

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